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Die Unsterblichen II - Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 16

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Es ist soweit, endlich halte ich eine funktionierende und (recht) finale Version des Films in den Händen. Ein paar Details will ich an der DVD noch verändern, aber im Grunde kann man das Teil schon herzeigen. Seltsamerweise stellte sich kaum ein Gefühl der Erleichterung dabei ein. Den Film das erste Mal auf einem Fernsehbildschirm in voller Länge und mit allen Details zu sehen war ebenfalls nicht unbedingt so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das liegt vermutlich daran, dass ich jeden Frame kenne und die Bilder schon hunderte Male gesehen habe. Ich frage mich, ob sich jeder Filmemacher so fühlt, wenn er das erste Mal sein Gesamtwerk vor Augen hat. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie er bei "fremden" Leuten ankommen wird.

Im Nachhinein fallen einem noch so viele Fehler auf, so viele Nachlässigkeiten und tausend Dinge mehr, die man hätte besser machen können, aber ich rede mir stets ein, dass diese Kritik am eigenen Werk nie aufhören würde. Man hat immer das Gefühl, noch etwas besser machen zu können, aber irgendwann muss man auch mal einen Schlussstrich ziehen.

Neben der oben bereits erwähnten Nacharbeit an der DVD muss ich nun noch ein DVD-Cover erstellen, was mir tatsächlich etwas schwerer fällt, als ich erwartet hatte. Was ist der richtige Stil für das Cover? Was soll vorne, was hinten drauf sein? Was schreibt man am Besten als Text auf die Rückseite? Das sind wichtige Entscheidungen, da man unter Umständen über das Cover das erste Mal etwas über den Film erfährt. Ich werde noch etwas daran herum feilen und glaube fast, dass es die ersten Vrführungen geben wird, noch bevor die DVD-Hülle fertig ist. Der Gedanke gefällt mir nicht sonderlich, weil ich immer danach strebe, ein möglichst fertiges und perfektes Produkt abzugeben.

 
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Die Unsterblichen II - Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 15

Mittwoch, 30. September 2009

Irgendwie muss ich den Film promoten, sagte ich mir. Irgendetwas machen, damit die Leute neugierig drauf werden und immer ein bisschen gefüttert werden. Dank meiner Arbeit als Newsredakteur bei einem Online-Spieleportal weiß ich recht genau, was man den Leuten git, um sie anzufüttern und neugierig zu machen. Auch so mangelte es mir nicht gerade an Ideen.

Ich wollte zum Beispiel einen neuen Trailer zusammen schneiden, was jedoch hauptsächlich daran haperte, dass ich nicht die nötigen Ressourcen habe, um nocheinmal ganz neue Musik dafür zu entwerfen. Ich hätte gern ein Videotagebuch geführt und das dann immer wieder häppchenweise online gestellt, aber auch hier mangelt es mir an Equipment. Oder vielleicht eine Art Making-Of, wie es bei großen Filmproduktionen oft an TV-Sender verschickt wird, noch bevor der Film in die Kinos kommt. Sowieso hätte ich zu gern ein Making-Of gedreht, doch auch hier gilt: es fehlt mir an der Kamera, um das Ganze aufzunehmen.

"Der Antagonist" muss also ohne so etwas auskommen. Dafür wollte ich dann umso mehr auf der DVD bieten, die ja als das Endprodukt gelten soll. Während der Arbeit an der DVD stellte ich positiv überrascht fest, dass der Film weniger Platz verbraucht, als bisher vermutet - für Extras wäre also genug Raum. Ich erstellte also eine Version der DVD, auf der auch der erste Film mit enthalten war. Eine wunderbare Ergänzung, wie ich fand und tatsächlich passte das gut ins Konzept. Ich freute mich schon darauf, es als "Special Edition" anpreisen zu können, doch irgendwann wurde mir klar: so wird diese DVD wohl niemand zu sehen bekommen. Denn als ich mir alles noch einmal anschaute, stiess ich wieder auf das Problem, das mir im Nachhinein beim ersten Film am schwersten im Magen liegt: die verwendete Musik stammt nicht zu 100% von uns selbst und ich kann ihn so nicht ohne weiteres heraus geben.
Der erste Teil wird also leider wieder von der DVD verschwinden.

Nichtsdestotrotz wird es dennoch Zeug zum Anschauen geben. Wie bereits erwähnt, gibt es den "Was bisher geschah"-Trailer, der - wie ich finde - ganz gut als Ersatz für den ersten Teil dient und gut zur Einführung in den zweiten Teil taugt. Dann wäre da noch der Trailer zum "Antagonist", der bereits bekannt ist, sowie ein Zusammenschnitt der Outtakes.
Das hat mir viel Spaß gemacht und es finden sich hier sogar einige Ausschnitte aus Szenen, die nicht im Film verwendet wurden. Während ich so beim Schneiden war, stieß ich immer wieder auf witzige Patzer und musste mir irgendwann die Frage stellen: wieviel davon verkraftet eigentlich ein Zuschauer, der nicht dabei war und die Leute nicht kannte? Die endgültige Version ist ordentliche acht Minuten lang und ich finde, unterhaltsam genug, um auch von unbeteiligten gemocht zu werden. Erste vorsichtige Screen-Tests bestätigten das zumindest.

Die ganze DVD ist recht aufwändig gemacht und hat (inklusive Kapitelmenü) alles, was eine DVD am wichtigsten braucht. Das Menü gefällt mir besonders gut und ich bin froh, dass ich es mit einer Musik unterlegen konnte, die mir wirklich zusagt, die es aber nie in den eigentlichen Film geschafft hat, wozu sie komponiert wurde.

 
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Die Unsterblichen II - Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 14

Dienstag, 29. September 2009

Den eigentlichen Film hatte ich vor vielen Monaten auf einem Avid-Schnittsystem geschnitten. Praktisch alle weiteren Ding habe ich mit Adobe Premiere und AfterEffects gemacht. Umso härter war es, nun zu Avid zurück zu kehren. Zwar ist das Programm durchaus gut (ich rede hier von Liquid 6) und zuverlässig, doch es ist auch sperrig. Wenn ich nun vor dem Schnittplatz sitze, frage ich mich manchmal, wie ich das eigentlich durchgehalten habe. Der Rechner, auf dem das System läuft, ist hoffnungslos veraltet und mit 512MB Arbeitsspeicher deutlich schwach ausgestattet. Sämtliche Veränderungen am Filmmaterial brauchten immer wieder Minuten an Rechenzeit und die Meldung "System ausgelastet" wurde wieder einmal der stete Begleiter meiner Arbeit.

Glücklicherweise waren nicht mehr viele Änderunge nötig, dennoch verursachte das Programm Probleme, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Die meisten Überblendungen, zum Beispiel, waren anscheinend für den schwachen Rechner nicht zu meistern und wurden immer wieder fehlerhaft berechnet. Ich musste also nochmals durch den kompletten Film durch und die meisten Überblendungen ersetzen. im Grunde lief das ganz ordentlich, doch gibt es auch jetzt noch so ein bis zwei Stellen, an denen ich lieber für zwei Sekunden wegschaue, weil es mir nicht gefällt.

Ein deutlicher Mangel von Liquid scheint außerdem die Einbindung von Text zu sein. Diesen gibt es eigentlich nur im Intro und bei dem Abspann. die Texteffekte des Intros habe ich mit AfterEffects erstellt und in Liquid als Video integriert. Den Abspann habe ich zuerst mit Premiere erstellt und auf die gleiche Weise integriert, was aber nicht allzu gut aussah. Also habe ich versucht, den Abspann mit Liquid selbst nachzubauen, was möglich ist und gut aussah, doch das entsprechende Werkzeug ist derart rudimentär, dass es sich anfühlte, als müsse man mit einer Nadel eine Skulptur aus einem Stein hauen. Das Ganze war mir zu unsicher, also kehrte ich wieder zur Implementierung des Premiere-Materials zurück und fand schließlich eine Darstellung, die mir ausreichte.

Viel war nun nicht mehr nötig, um den Film fertig zu stellen. Genauer gesagt, eigentlich nur der Export; also das Zusammenbacken des Schnittprojektes zu einem einzigen Video. Hier experimentierte ich viele Stunden lang mit den verschiedensten Einstellungen. Ich wollte auf jeden Fall eine möglichst hochqualitative Version des Films - und sei es nur zu Archivierungs- oder Nachbearbeitungszwecken. Doch der Export als AVI-Video ist immens Speicheraufwändig (10 Sekunden Film entsprechen hier ca. 400MB) und ich verfüge leider nicht über diese Speicherkapazität. Also beschränkte ich mich auf das MPEG2-Format, das die Grundlage für eine DVD bietet. Das muss reichen.

Alles in allem lässt sich wohl sagen, dass die Arbeiten am Schnittplatz abgeschlossen sind.
Mein Produktionstagebuch sagt mir, dass ich dort rund 107 Stunden verbracht habe. Das ist nur die Zeit des Schneidens. Vielleicht mache ich mir mal den Spaß und rechne die übrige aufgewendete Zeit aus.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. Oktober 2009 um 17:51 Uhr
   
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Die Unsterblichen II - Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 13

Dienstag, 22. September 2009

Kaum arbeite ich wieder am Film, fange ich an, mir die Nächte um die Ohren zu schlagen. Vor einigen Tagen zog ich die Konsequenz - wie auch in Teil 10 des Produktionstagebuchs geschrieben - den Song für den Abspann des Films selbst zu entwickeln. Zwar bin ich relativ zufrieden damit, doch kamen mir gestern dennoch ein paar Ideen, das besser zu machen.

Die Umsetzung scheiterte jedoch an den Möglichkeiten. Ohne genug musikalisches Talent und zum Beispiel ein Keyboard zum Einspielen, sind meine Möglichkeiten stark beschränkt. Ich habe heute Nacht also 4 Stunden daran gearbeitet, ein etwas aufwändigeres, orchestraleres Stück zu entwerfen und bin damit auch gut durchgekommen. Doch irgendwie gefällt es mir inzwischen nicht mehr so gut. Ich werde wohl bei dem ersten Entwurf bleiben.

Der positive Nebeneffekt: durch die Arbeit am Abspann kenne ich meine Sound-Bibliothek nun so gut, dass ich gleich zu dem nächsten Teilprojekt weiter gegangen bin: der Vertonung des "Was bisher geschah"-Trailers. Tatsächlich entwickelt es sich zu einer Art Trailer von rund 3 Minuten Länge und mit orchestraler, aufwühlender Musik unterlegt. Ich muss dazu noch ein paar Off-Texte einsprechen, aber das Ganze macht einen guten Eindruck.

Darüber hinaus habe ich wieder Kontakt mit dem Learning Resources Center hier an der Uni aufgenommen. Dort habe ich an einem Schnittplatz am Film gearbeitet und will nun noch ein letztes Mal (oder wohl eher: ein paar letzte Male) zurück kehren, um die Schnittarbeit fertig zu stellen. Wie ich erfuhr, wurde das alte Avid Liquid-System durch ein Adobe Premiere-System ersetzt.

Leider knapp 1 Jahr zu spät. Mit Premiere kenne ich mich weitaus besser aus und muss aus meiner Sicht feststellen, dass es die besseren Ergebnisse liefert. Zumindest kann man intuitiver damit arbeiten. Doch all mein Rohmaterial existiert in Form einer Liquid-Projektdatei. Nach ein paar Anrufen habe ich dann heraus bekommen, dass das alte Liquid-System noch steht, aber unklar ist, in welchem Zustand es sich befindet, bzw. ob es noch einwandfrei arbeitet. Ich werde also in den kommenden Tagen dort vorbei schauen und die Lage checken. Ich hoffe inständig, dass alles noch funktionsbereit ist. Falls nicht, wäre dies das Worst-Case-Scenario und ich müsste den Film nochmal schneiden.

 
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Die Unsterblichen II - Der Antagonist. Produktionstagebuch, Teil 12



Freitag, 18.09.2009

Als sich die Tonbearbeitung dem Ende näherte, begann ich mich gedanklich endlich wieder mit dem Drumherum zu beschäftigen. So viele Ideen geistern noch um die Veröffentlichung und die Ausstattung des Filmes herum.

Beim ersten Teil hatte ich ein Gagreel zusammen geschnitten, das die Outtakes beinhaltete. Dies hätte ich auch gern für den zweiten Teil, aber für diesen sind Unmengen an Material entstanden (ca. 13 Stunden Filmmaterial), was es sehr zeitaufwändig macht, alles noch einmal zu sichten und zusammen zu schneiden. Sicherlich werde ich das irgendwann machen.

Auch der Trailer zum zweiten Teil gefällt mir nicht mehr allzu gut, weswegen ich Lust hatte, einen zweiten zu machen, doch auch dafür bräuchte man wiederum ein Musikstück, das erst komponiert werden müsste, sowie ordentliches Material. Im Moment habe ich nur eine Arbeitsfassung des Films, auf dem ein eingeblendetes Postproduction-Logo ist und dessen Farbgebung noch nicht final ist. Ich müsste also entweder auf das digitalisierte Originalmaterial zugreifen oder auf die Endfassung des Films warten und aus diesem Material heraus schneiden. Tatsächlich finde ich die Qualität des ersten Trailers so mangelhaft, dass ich vermutlich noch einen zweiten machen werde, doch wie bereits erwähnt, wird das erst sein, nachdem die Finalversion des Film fertig gestellt ist.

Ein weiterer Punkt, über den ich mir Gedanken gemacht habe, ist die Verständlichkeit der Story des zweiten Teils. Der "Antagonist" beginnt zeitlich ziemlich nah nach dem ersten Teil, in dem die Verfolgung Attalans durch Talissa stattfand, und die im zweiten Teil fortgesetzt wird. Zwar funktioniert der zweite Teil für sich genommen, doch ich bin sicher, dass hier und da Fragen auftauchen werden. Ich habe also beschlossen, irgendetwas zu produzieren, um den Zuschauern einen Einstieg in den Film zu geben.

Nachdem ich viele Ideen verworfen hatte, entschied ich mich für eine kurze Sammlung von Filmmaterial mit klaren Aussagen zur Geschichte versehen. Es kristallisierte sich ein Zwischending zwischen Trailer und Kurzfilm heraus, in dem ich Material aus dem ersten Teil zusammen schneide und ihn mit einer Off-Stimme unterlege. Neben dem Cover für die DVD ist dies also das momentane Projekt, an dem ich gerade arbeite.

Ich rechne mit einem kurzen Einblick in die Geschehnisse unter dem Titel "Was bisher geschah..."